Die KTI fördert Nanotechnologien und die Mikrosystemtechnik
Die Nanotechnologien haben für die internationale Wettbewerbsfähigkeit zahlreicher Branchen unserer Wirtschaft eine wachsende Bedeutung. Das gilt für den Maschinenbau und die Apparate- und Instrumenten-Industrie ebenso, wie für die Textilindustrie, die Optik und Photonik, die Medizinaltechnik, die Pharmazie sowie die erneuerbaren Energien. Vor diesem Hintergrund liegt es für die Förderagentur für Innovation, KTI, nahe, erfolgreiche Aktivitäten des Technologie orientierten Programms (TOP) NANO 21 des ETH-Rats weiter zu führen und dazu einen Förderbereich Nanotechnologien und Mikrosystemtechnik (KTI Nano/Micro) zu gründen. Die KTI, schon bisher für die operationelle Umsetzung von TOP NANO 21 zuständig, kann dabei wertvolle Synergien nutzen.
Kontinuität in der Nano/Mikro-Projektförderung
KTI Nano/Micro hat Anfang Jahr seine Arbeiten aufgenommen und wird einen kontinuierlichen Übergang von TOP NANO 21 sicher stellen. Die Fördertätigkeiten folgen einerseits dem traditionellen "bottom-up"-Ansatz der KTI. Demnach definieren die Projektpartner ihre Projekte selber. Anderseits wird durch "top-down"-Aktivitäten (beispielsweise Dienstleistungen, Informationsplattformen) die Umsetzung von angewandter F&E in ausgewählten Markt- und Wirtschaftssegmenten unterstützt. Wenn möglich sollen die bewährten Fördermassnahmen von TOP NANO 21 (Fig. 1) werden weitergeführt.

Fig. 1: Nanotechnologien und Mikrosystemtechnik: Förderprozesse
Einbindung der Fachhochschulen
Mit dem Ziel, die Fachhochschulen auf dem Gebiet der Nanotechnologien verstärkt in die Forschung und Entwicklung sowie die Umsetzung der entsprechenden Resultate einzubinden, wurde eine "Nanoplattform der Fachhochschulen" geschaffen. Schwerpunkte bilden dabei die Lehre, das heisst die Aus- und Weiterbildung, und die Zusammenarbeit mit Universitäten und den ETH's.
Nanotechnologien - ein Thema für die Berufsschule
Einen speziellen Akzent setzt die KTI mit dem Projekt "Ausbildung Nanotechnologien in Berufsschulen". Für die Nutzung der Nanotechnologien in Unternehmen ist eine erstklassige Ausbildung der Mitarbeitenden eine wichtige Voraussetzung. Das Projekt verfolgt drei Stossrichtungen:
- Sensibilisierung der Ausbildner und der zukünftigen Fachmitarbeiter
- Anwendung neuer Methoden und Verfahren
- Anwendung und Umgang mit neuen Instrumenten für die Nano-Dimension
Mit der Nanoplattform der Fachhochschulen und dem Projekt Nanotechnologien in Berufsschulen wird die zweite Zielsetzung (Fig. 2) von TOP NANO 21 mit einem gesamtheitlichen Ansatz über alle drei Bildungsstufen (Universitäten, Fachhochschulen und Berufsschulen) umgesetzt.
Fig. 2: Die vier Ziele des Technologie orientierten Programms (TOP) NANO 21
Internationale Ausrichtung
Technologien kennen keine Landesgrenzen: die Märkte für die Anwendung und Nutzung der Nanotechnologien sind global. Nach diesem Leitbild hat TOP NANO 21 sowohl Wissenschafter als auch Start-up-Unternehmen im Rahmen von gemeinsamen Anstrengungen des seco, der KTI und des ETH-Rats unterstützt, ihre Kompetenzen und Produkte einem internationalen Publikum zu präsentieren. Die ersten Schritte in diesem Jahr, wurden mit der Teilnahme an der Conference und Exhibition "nano tech 2003 + Future" in Japan, mit der Präsenz an der "Nanotech 2003" in San Francisco und mit der Unterstützung der Swiss Nanotechnology Road Show II in den USA unternommen.
Erfolgreiche Jahresveranstaltung
Ein Meilenstein der Aktivitäten von TOP NANO 21 bildete im Jahr 2002 die Jahresveranstaltung mit mehreren hundert Teilnehmenden. Im Jahr 2003 trat TOP NANO 21 im Rahmen der internationalen Nanofair 2003 der Olma Messen als Co-Veranstalter der erstmals in der Schweiz stattfindenden Nano Conference in St. Gallen auf. Die Nanofair 2003 ist nicht nur das Schaufenster des Forschungs- und Wirtschaftsstandortes Schweiz sein, sondern auch ein internationales Podium mit Teilnehmern aus führenden Nationen im Bereich der Nanowissenschaften und der Anwendung der Nanotechnologien.
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