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Ein neues Proteinmaterial, das Zahnschmelz imitieren kann

Keywords: Zahnschmelz, Apatit-Nanokristalle, synthetische Materialien, regenerative Medizin

Zahnschmelz ist das härteste Gewebe im menschlichen Körper und ermöglicht somit, dass unsere Zähne trotz Beißkraft, Kontakt mit aggressiven Agenzien (säurehaltige Lebensmittel) und extremen Temperaturen für einen Großteil unserer Lebenszeit funktionieren. Diese bemerkenswerte Leistung ergibt sich aus seiner hoch organisierten Struktur.

Im Gegensatz zu anderen Körpergeweben, kann sich der Zahnschmelz jedoch nicht regenerieren, wenn er verloren geht, was zu Schmerzen und Zahnverlust führen kann.

Leider leiden mehr als 50% der Bevölkerung an Zahnschmelzverlust, was zu Schmerzen und Zahnverlust führt. Daher war es in der Dentalindustrie weltweit eine sehr gefragte Lösung, Wege zu finden, den Zahnschmelz zu regenerieren. Forscher der Queen Mary University in London konnten nun Materialien mit bemerkenswerter Präzision und Strukturen erzeugen, die wie Zahnschmelz aussehen und sich so verhalten. Der Mechanismus, der entwickelt wurde, basiert auf einem spezifischen Proteinmaterial, das in der Lage ist, das Wachstum von Apatit-Nanokristallen auf mehreren Skalen auszulösen und zu steuern – ähnlich wie diese Kristalle wachsen, wenn Zahnschmelz in unserem Körper entsteht. Die wichtigste Entdeckung bestand darin, ungeordnete Proteine ??zu nutzen, um den Prozess der Mineralisierung auf mehreren Skalen zu kontrollieren und zu steuern. Dies eröffnet die Möglichkeit, synthetische Materialien, die hierarchisch organisierte Architekturen über große Flächen emulieren und deren Eigenschaften anpassen können, einfach wachsen zu lassen. Diese erstaunliche Entdeckung hat das Potenzial, in einer Vielzahl von Anwendungen in der regenerativen Medizin angewendet zu werden.

Im Mai 2017 trat in Europa die neue Medizinische Verordnung in Kraft, die eine neue Risikoklassifizierung für Medizinprodukte (einschließlich Zahnbehandlungen) einführt. TEMAS bietet Beratungsdienstleistungen für die neue Medizinprodukteverordnung und arbeitet mit Kunden an einer erfolgreichen Produktentwicklung.

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie von Christian Micheletti, TEMAS AG, CH-8048 Zürich, christian.micheletti@temas.ch

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