Der Schweizerische Vorsorgeraster für synthetische Nanomaterialien
Die Verantwortung für den sicheren Umgang mit synthetischen Nanomaterialien zum Schutz von Gesundheit und Umwelt liegt bei Industrie und Gewerbe. Spezielle Regelungen für synthetische Nanomaterialien existieren hier bisher weder in der schweizerischen, noch der europäischen Gesetzgebung. Die wissenschaftlichen und methodischen Grundlagen zur Erarbeitung solcher Regelungen sind gegenwärtig nicht ausreichend. Diese Situation führt zu erheblichen Handlungs- und Investitionsunsicherheiten auf Seiten der Wirtschaft und erschwert eine öffentliche Debatte über Chancen und Risiken der Nanotechnologie.
Der Vorsorgeraster wurde auf Initiative des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) und des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) unter der Federführung der TEMAS entwickelt und während einer einjährigen Pilotphase erprobt und verfeinert.
Dieses freiwillige Hilfsmittel soll alle Interessensgruppen (Industrie, Handel, Gewerbe, Behörden, Versicherungen...), die eine Verantwortung für die Sicherheit von Arbeitnehmern, Verbrauchern oder der Umwelt tragen, bei der Vorabklärung eines allfälligen Handlungsbedarfs unterstützen, um Risiken zu reduzieren.
TEMAS hat die Erfahrungen aus der Entwicklung und der Einführung des Vorsorgerasters bei den Unternehmen aufgearbeitet. Mit dem daraus resultieren Dienstleistungspaket unterstützen wir Behörden in Ländern, die das Vorsorgeprinzip auf freiwilliger Basis als ersten Schritt für eine Ergänzung der bestehenden Regulierungen anwenden möchten.
Wir ergänzen den Vorsorgeraster mit ihren spezifisch nationalen Anforderungen und unterstützen sie bei seiner Einführung.
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